Wir über uns


Franka Nebula?
Franka Nebula ist eigentlich eine Wortkonstruktion, die es so nicht gibt. Frei übersetzt bedeutet es soviel wie „Franken aus dem Nebel (der Zeit)“. Und aus dem Nebel der Geschichte wollen wir eine kleine Zeitepoche wieder ins Licht der Gegenwart holen und so das Interesse an die Geschichte unserer Region wecken. Soweit zum Namen, aber da auch Namen nur Schall und Rauch sind, steht natürlich ein Ziel hinter diesem Projekt - und Menschen, die es verwirklichen wollen.

Die Menschen hinter dem Projekt
Diese Menschen sind Freunde, die sich entschlossen haben durch eine fundierte Darstellung einen kleinen Einblick in die Zeit des zweiten Drittel des 6. Jahrhunderts, in die Zeit der Rheinfranken zu geben. Sie wollen die „toten Funde“ der Archäologie zum Leben erwecken und Geschichte so be-greif-bar machen. Mit ihrem Projekt wollen sie interessierten Besuchern die Möglichkeit geben, Antworten auf ihre Fragen zu bekommen und die Funktionalität einiger Funde durch praktische Anwendungen verständlich machen. Sie sehen sich als sinnvolle Ergänzung zu den Ausstellungen in Museen, als Teil einer attraktiven Weitervermittlung von Geschichte. Vielleicht tragen sie damit auch bei, Vorurteile zu entkräften und einige allgemein übliche Sichtweisen auf die Zeit der Spätantike/Frühmittelalters zurechtzurücken.

Was stellen wir dar?
Das Ziel ist die Darstellung von Rheinfranken aus der Merowingerzeit. Hierbei haben sich die Projektbeteiligten auf die Zeit Mitte 6. Jahrhunderts festgelegt. Als Region haben sie sich Rheinhessen ausgewählt und sich auf eine fundierte Darstellung geeinigt. Auf Veranstaltungen werden Handwerksarbeiten und „Leben“ einer solchen Gruppe dargestellt. Dazu gehört vorrangig das Knochen- u. Hornschnitzen und die Weiterverarbeitung von Wolle und Wollfäden, so wie die Beschäftigung mit Nahrungsmittel und deren Verarbeitung auch im interaktiven Rahmen.

Authentizität/ Fundierte Darstellung der Franka Nebula
Als fundiert gilt, was durch archäologische Funde belegt ist! Das ist der Leitspruch, der sich als roter Faden durch unsere Darstellung zieht. Eine vollständige Interpretation unserer Darstellung ist aus dem vorliegenden Gräberfeld nicht möglich. Dazu fehlen einfach die entsprechenden Siedlungs- u. Textilfunde. Daher gilt für uns im Falle von nicht vorhandenen Funden, die Inanspruchnahme einer Gebietserweiterung bzw. eine leicht zeitübergreifende Zuhilfenahme von Funden.
Wenn wir von einer Rekonstruktion bzw Interpretation nach Grab XY sprechen, so können wir diese gerne gesondert präsentieren. Wenn wir auf sog. Mittelaltermärkten etc. auftreten und uns entsprechen kleiden, wird unserer Erscheinungsweise eine unter vorgenannten Punkten zu berücksichtigen Interpretation von „Franken aus Rheinhessen“, entsprechen.

Angestrebt ist ein Erscheinungsbild aller Replikate, das den Originalen der dargestellten Zeit äußerst nahe kommt. Die Beschaffenheit des Materials kann, wenn derzeit nicht anders machbar, von der des Originals abweichen. Beispiel Gewandung: Stoffe können maschinengewebt sein, sind aber naturgefärbt und per Hand vernäht. Auch kann die Bronze der Repliken eine andere chemische Zusammensetzung als das Original aufweisen. Fernziel ist es, diese Kompromisse nach und nach zu beseitigen und somit der Originalbeschaffenheit sehr nahe zu kommen. Ein Teil der Franka Nebula legt sich zum Zweck der genauen Erklärbarkeit sog. Belegmappen an. Hier können die vorhandenen Repliken anhand von Abbildungen und Beschreibungen von Funden erklärt und Unterschiede aufgezeigt werden.